Ratgeber

50-Euro-Sachbezug 2026/27: Freigrenze, Voraussetzungen und Beispiele

Der 50-Euro-Sachbezug erlaubt Arbeitgebern, ihren Mitarbeitenden jeden Monat Waren oder Dienstleistungen im Wert von bis zu 50 Euro zusätzlich zum Gehalt zu gewähren, ohne dass Lohnsteuer oder Sozialabgaben anfallen. Rechtsgrundlage ist § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Die Freigrenze gilt pro Kalendermonat und auch 2026 unverändert.

Tanken, Waren oder Dienstleistungen mit steuerfreien Sachbezügen zu bezahlen ist ziemlich einfach. Und zwar sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer.

Statt klassischem Gutschein werden daher Mitarbeiterkarten, auch Sachbezugskarten genannt, als Benefits immer beliebter. Sie ermöglichen einen individuellen Einsatz innerhalb der Freigrenze für Sachbezüge.

Erfahren Sie jetzt, wie Sachbezüge steuerfrei in Form einer Mitarbeiterkarte bzw. Sachbezugskarte monatlich vom Arbeitgeber gewährt und vom Arbeitnehmer eingesetzt werden können. Dieser Ratgeber richtet sich an Unternehmen, also an Geschäftsführung, Personalabteilung und Lohnbuchhaltung.

Das Wichtigste zum 50-Euro-Sachbezug in Kürze

  • Die 50-Euro-Grenze ist eine Freigrenze: Wer sie überschreitet, versteuert den gesamten Betrag.
  • Der Sachbezug muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden.
  • Gutscheine und Geldkarten zählen nur, wenn sie die Kriterien des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) erfüllen.
  • Nicht genutzte Beträge verfallen am Monatsende und lassen sich nicht übertragen.

Was ist der 50-Euro-Sachbezug?

Ein Sachbezug ist eine Leistung des Arbeitgebers, die nicht in Geld besteht, sondern in Waren oder Dienstleistungen. Typische Sachzuwendungen sind Gutscheine, Tankkarten oder ein Zuschuss zur Fitnessstudio-Mitgliedschaft.

Solche Sachleistungen sind grundsätzlich Arbeitslohn. Der Gesetzgeber stellt sie aber bis zu einem bestimmten Wert frei: Das ist der 50-Euro-Sachbezug, oft auch Sachbezugsfreigrenze genannt.

Rechtsgrundlage: § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG

Seit dem 1. Januar 2022 gilt für Sachbezüge die 50-Euro-Freigrenze. Bis dahin durften nur 44 Euro an steuerfreien Sachbezügen monatlich an die Mitarbeiter ausgegeben werden. Die Sachbezüge wurden somit um 6 wertvolle Euro erhöht.

Wer sich genauer über die monatlichen Sachbezüge informieren möchte, findet die Regelung zur Freigrenze im § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG (Einkommensteuergesetz).

Freigrenze, kein Freibetrag

Der Unterschied ist entscheidend: Bei einem Freibetrag wäre nur der übersteigende Teil steuerpflichtig. Bei einer Freigrenze dagegen wird der komplette Wert steuer- und beitragspflichtig, sobald die Grenze auch nur um einen Cent überschritten ist.

Ein Sachbezug von 50,01 Euro ist deshalb in voller Höhe Arbeitslohn. Achten Sie unbedingt darauf, die monatliche Freigrenze einzuhalten.

Sachbezugsgrenze 2026 und 2027: Gilt weiterhin 50 Euro pro Monat?

Ja. Die Sachbezugsgrenze liegt 2026 bei 50 Euro pro Monat, das ergibt bis zu 600 Euro im Jahr. Eine Erhöhung für 2027 ist derzeit nicht beschlossen.

Gut zu wissen: Regelmäßig die Freigrenze der Sachbezüge prüfen lohnt sich trotzdem, denn jede Änderung gilt ab dem ersten Monat.

Keine Übertragung in den nächsten Monat

Die 50-Euro-Freigrenze ist an den Kalendermonat gebunden. Zahlt ein Unternehmen im Januar nichts, darf es im Februar nicht 100 Euro steuerfrei gewähren. Auch eine Jahresbetrachtung mit 600 Euro auf einmal ist nicht zulässig.

Anders sieht es beim Guthaben aus: Lädt der Arbeitgeber jeden Monat 50 Euro auf eine Karte, dürfen die Mitarbeitenden das Guthaben ansparen und später für eine größere Anschaffung ausgeben. Steuerlich zählt bei Geldkarten der Monat der Aufladung, nicht der Monat des Einkaufs.

Mehrere Sachbezüge im selben Monat

Steuerfreie Sachbezüge werden pro Monat zusammengerechnet, sofern sie unter die Freigrenze fallen. Ein Beispiel:

Gezählt wird die Summe des Monats

Tankgutschein 30 € + Warengutschein 20 €

  • Summe im Monat: 50,00 €
  • steuer- und sozialabgabenfrei

Tankgutschein 30 € + Warengutschein 25 €

  • Summe im Monat: 55,00 €
  • alle 55 € steuer- und beitragspflichtig

Freigrenze je Kalendermonat: 50 Euro

Alle Sachbezüge desselben Monats werden addiert, gleich in welcher Form sie gewährt werden.

Zahlt der Mitarbeiter selbst etwas zu, mindert diese Zuzahlung den Wert. Für Gutscheine und Karten mit einem festen Eurobetrag gilt außerdem: Angesetzt wird genau dieser Betrag, ein Abschlag von 4 Prozent entfällt.

Voraussetzungen für steuerfreie Sachbezüge bis 50 Euro

Damit der Sachbezug steuerfrei bleibt, müssen drei Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sein. Fehlt eine davon, wird der Betrag wie normaler Barlohn behandelt.

Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn

Steuerfreie Sachbezüge werden zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt und ersetzen nicht bereits vertraglich festgelegtes Entgelt. So verlangt es § 8 Abs. 4 EStG.

Eine Gehaltsumwandlung ist damit ausgeschlossen: Der Sachbezug darf nicht auf den Lohn der Mitarbeiter angerechnet werden, das Gehalt darf dafür nicht sinken, und er darf keine bereits vereinbarte Gehaltserhöhung ersetzen.

Sachleistung statt Barlohn

Die Mitarbeitenden müssen eine Ware oder Dienstleistung erhalten, kein Geld. Auch eine zweckgebundene Geldzahlung oder eine nachträgliche Kostenerstattung gegen Beleg gilt als Geldleistung und fällt nicht unter die Freigrenze.

Gutscheine und Geldkarten: die ZAG-Kriterien

Gutscheine und Geldkarten sind nur dann ein Sachbezug, wenn sie ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und eine von drei Bedingungen aus § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG erfüllen:

  • begrenzter Kreis von Akzeptanzstellen, etwa eine Stadt, eine Region aus angrenzenden Postleitzahlbezirken oder eine einzelne Ladenkette,
  • sehr begrenzte Waren- oder Dienstleistungspalette, etwa Kraftstoff, Fitness, Bücher oder Bekleidung,
  • bestimmter sozialer oder steuerlicher Zweck, etwa Essensmarken oder Karten für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen.

Welche Modelle im Einzelnen zulässig sind, zeigt unser Ratgeber dazu, welche Gutscheine für Mitarbeiter erlaubt sind.

50 Euro Sachbezug: Beispiele aus der Praxis

Die folgenden Beispiele zeigen, wie Unternehmen den 50-Euro-Sachbezug in Form von Gutscheinen, Karten oder Mitgliedschaften einsetzen. Entscheidend ist jeweils, dass das Modell die genannten Voraussetzungen erfüllt.

BeispielSteuerfrei als Sachbezug, wenn …
Mitarbeiterkartedie Akzeptanz regional, auf ein Händlernetz oder eine Ladenkette begrenzt ist
Tankgutschein oder Tankkartesie für eine Tankstellenkette oder nur für Kraftstoff und Ladestrom gilt
Warengutscheiner nur beim Aussteller oder in einer Ladenkette eingelöst werden kann
Fitnessstudio-Mitgliedschaftder Zuschuss als Sachleistung erfolgt und zusammen mit anderen Sachbezügen 50 Euro nicht übersteigt
City-Card oder Stadtgutscheindie Akzeptanzstellen in einer Stadt oder Region liegen

Sachbezugskarten

Diese Karten sind für viele Unternehmen die flexibelste Form. Anders als ein einzelner Papiergutschein lässt sich die Karte jeden Monat neu aufladen. Das Unternehmen lädt monatlich bis zu 50 Euro auf, die Mitarbeitenden bezahlen damit bei teilnehmenden Akzeptanzstellen. Wie die Kartenmodelle sich unterscheiden, erklärt unsere Übersicht zu Sachbezugskarten.

Tankgutschein und Tankkarte

Der Tankgutschein ist einer der Klassiker unter den steuerfreien Sachbezügen. Zulässig ist er, wenn er für eine bestimmte Tankstellenkette oder ausschließlich für Kraftstoff gilt. Worauf es bei Tankgutscheinen für Mitarbeiter ankommt, haben wir separat zusammengefasst.

Warengutscheine einer Ladenkette

Gutscheine eines Supermarkts, einer Drogerie oder eines Baumarkts sind möglich, wenn sie nur in den Filialen oder im Onlineshop dieser Kette gelten. Gutscheine eines Online-Händlers zählen nur, wenn sie nicht für Produkte anderer Anbieter auf einem Marktplatz einlösbar sind.

Fitness, ÖPNV und weitere zweckgebundene Karten

Auch eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft oder Firmenfitness kann über den Sachbezug laufen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag zum Fitnessstudio-Zuschuss.

Jobticket und ÖPNV-Zuschüsse sind über eine eigene Steuerbefreiung geregelt und belasten die 50-Euro-Freigrenze nicht.

Was ist kein Sachbezug?

Viele Fehler entstehen, weil Gutscheine oder Karten zwar wie ein Sachbezug aussehen, steuerlich aber als Geldleistung gelten. Die Prüfung läuft in zwei Richtungen:

Sachbezug oder Geldleistung?

Gutschein oder Karte
vom Arbeitgeber

  • SachbezugNur Waren oder Dienstleistungen, dazu ein begrenztes Akzeptanznetz, eine begrenzte Produktpalette oder ein bestimmter Zweck.50-Euro-Freigrenze anwendbar
  • GeldleistungBarauszahlung über Restbeträge bis 1 Euro hinaus, eigene IBAN, Überweisungen, Hinterlegung als allgemeines Zahlungsmittel oder Akzeptanz ohne Einschränkung.ab dem ersten Euro steuer- und beitragspflichtig
Maßgeblich ist das BMF-Schreiben vom 15. März 2022. Eine Einschätzung der BaFin zu den ZAG-Kriterien bindet das Finanzamt nicht.

Eine Prepaid-Kreditkarte ohne Einschränkung der Akzeptanz oder der Produktpalette ist deshalb kein Sachbezug. Eine Beschränkung auf Deutschland allein reicht nicht aus. Auch eine arbeitsvertragliche Zweckbindung ändert nichts: Eine frei einsetzbare Kreditkarte bleibt eine Geldleistung.

Welche Vorteile bietet der 50-Euro-Sachbezug?

Schenken Sie Ihren Mitarbeitern ein steuerfreies Extra: Wie wäre es mit Sachbezügen statt eines Gutscheins? Die einfache Lösung lautet „Sachbezugskarte“. Sie ermöglicht auf einfache Weise ein steuerfreies Gehaltsextra.

Das Schöne ist, dass die Mitarbeiter frei wählen können, für welche Waren oder Dienstleistungen die Sachbezüge eingesetzt werden. Damit ergibt sich ein viel größerer Gestaltungsfreiraum als bei einem Gutschein, der meist an einen Händler oder Anbieter gebunden ist.

Vorteile für Arbeitgeber

  • einfache Verwaltung per Onlineportal
  • personelle Ressourcen werden geschont
  • keine Lohnnebenkosten auf den Sachbezug
  • steuerfreie Wertschätzung gegenüber der Leistung eines Arbeitnehmers
  • als Benefit gut für Mitarbeiterbindung und Werbung neuer Mitarbeiter

Vorteile für Mitarbeiter

  • monatlich mehr netto vom brutto: 50 €, ohne Abzug von Steuern und Sozialabgaben
  • einfache Anwendung der Karte
  • Sachbezüge dürfen individuell verwendet werden
  • Sachbezüge können für eine größere Anschaffung auf der Karte gesammelt werden
  • volle Kostenkontrolle: keine Verschuldung möglich (Prepaid-Prinzip)
  • eigene Leistung wird durch den 50-Euro-Sachbezug steuerfrei belohnt

Der Vorteil gegenüber einer Gehaltserhöhung: Beim Sachbezug kommt der volle Betrag an. Von 50 Euro mehr Bruttogehalt bliebe nach Steuern und Sozialabgaben deutlich weniger übrig, zudem kämen Lohnnebenkosten hinzu. Wie groß der Unterschied im Einzelfall ist, zeigt unser Sachbezug-Rechner.

Wie funktioniert eine Sachbezugskarte?

Vom Firmenkonto bis zum Einkauf

1.

Aufladen

Der Arbeitgeber lädt die Karte (Guthabenkarte) jeden Monat bis zur 50-Euro-Freigrenze auf.

2.

Einsehen

Mitarbeitende sehen ihr Guthaben jederzeit im Onlineportal oder in der App.

3.

Bezahlen

Der Mitarbeiter bezahlt individuell bei den teilnehmenden Akzeptanzpartnern.

4.

Ansparen

Guthaben bleibt bis zum Ablauf der Kartengültigkeit nutzbar. Was beim Wechsel des Arbeitgebers gilt, regelt der Anbieter.

Für die Personalabteilung hält sich der Aufwand meist in Grenzen. In der Regel genügt ein Sammelauftrag im Portal, der Betrag wird vom Firmenkonto eingezogen. Je nach Anbieter ist auch ein Import aus der Lohnabrechnung oder eine Schnittstelle zur Lohnsoftware möglich.

Kein Verschuldungsrisiko durch Prepaid-Prinzip

Die Karte funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip. Nur wenn ausreichend Guthaben auf der Karte vorhanden ist, kann diese an den Akzeptanzstellen eingesetzt werden. Ein Überziehen der Karte und somit eine Verschuldung sind damit unmöglich.

Vor dem Einsatz der Karte sollte deshalb geprüft werden, ob und wie viel Guthaben verfügbar ist.

Wo kann mit der Mitarbeiterkarte bezahlt werden?

Das hängt vom Kartenmodell ab. Manche Karten gelten bei allen angeschlossenen Geschäften in einer von den Mitarbeitenden gewählten Postleitzahlenregion, andere nur bei einem vertraglich gebundenen Händlernetz oder bundesweit bei einer einzigen Handelskette.

Online-Shopping ist möglich, wenn der Onlineshop zu einer dieser Akzeptanzstellen gehört.

Ist die Mitarbeiterkarte sicher?

Kurzum: Ja, die Karte ist sicher. Sollte die Mitarbeiterkarte einmal verloren gehen, kann sie in der Regel über den Anbieter oder direkt im Onlineportal gesperrt werden.

Falls die Karte doch wieder auftauchen sollte, wird sie auf demselben Weg wieder entsperrt. Ist sie unwiederbringlich verschwunden, wird dem Mitarbeiter eine neue Karte ausgestellt.

Sachbezug statt Weihnachtsgeld?

Auch zu Weihnachten oder als Jahresprämie eignen sich steuerfreie Sachbezüge, allerdings anders, als oft angenommen. Ein einmaliges Weihnachtsgeld lässt sich nicht steuerfrei in einen großen Sachbezug umwandeln, denn auch im Dezember gilt die monatliche Freigrenze.

Die bessere Möglichkeit ist ein laufender Sachbezug über das ganze Jahr. Die Mitarbeitenden freuen sich darüber, dass der Betrag ohne Abzüge bei ihnen ankommt und individuell verwendet werden kann.

Als Arbeitgeber spart man sich die ansonsten anfallenden Zusatzabgaben.

Ein weiterer Vorteil gegenüber jedes Jahr wechselnden Weihnachtsgeschenken: Wertvolle Ressourcen in der Personalabteilung für die Auswahl und das Besorgen der Geschenke werden gespart. Mehr dazu im Ratgeber Sachbezug statt Weihnachtsgeld.

Abgrenzung: 60-Euro-Aufmerksamkeiten und Weihnachtsfeier

Zu einem besonderen persönlichen Anlass, etwa Geburtstag, Hochzeit oder Geburt eines Kindes, dürfen Arbeitgeber zusätzlich Aufmerksamkeiten bis 60 Euro steuerfrei überreichen, etwa ein Sachgeschenk (R 19.6 Abs. 1 LStR). Diese Aufmerksamkeiten zählen nicht zur monatlichen Freigrenze. Weihnachten ist jedoch kein persönlicher Anlass.

Für die Weihnachtsfeier gilt der eigene Freibetrag für Betriebsveranstaltungen. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu steuerfreien Geschenken an Mitarbeiter.

Was passiert, wenn die 50-Euro-Grenze überschritten wird?

Wird die 50-Euro-Freigrenze durch die Summe der Sachleistungen überschritten, greift die Steuer- und Abgabepflicht. Somit wird der gesamte Betrag steuer- sowie beitragspflichtig und wie Barlohn behandelt. Er wird dann als geldwerter Vorteil über die Lohnabrechnung versteuert.

Eine weitere Möglichkeit: Der Arbeitgeber versteuert Sachzuwendungen nach § 37b EStG pauschal mit 30 Prozent, zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Sozialversicherungsbeiträge fallen bei eigenen Arbeitnehmern trotzdem an. Sachbezüge bis zur Freigrenze müssen dabei nicht in die Pauschalierung einbezogen werden.

Welche Möglichkeiten es für größere Einmalzahlungen gibt, zeigt unser Ratgeber zur steuerfreien Sonderzahlung.

Für welche Mitarbeiter gilt der 50-Euro-Sachbezug?

Der 50-Euro-Sachbezug steht allen Arbeitnehmern offen: Beschäftigten in Vollzeit und Teilzeit, Auszubildenden und Minijobbern. Über die Gewährung entscheidet das Unternehmen, es kann den Sachbezug dem gesamten Team oder nur einzelnen Mitarbeitenden geben.

Für Minijobber ist der Vorteil besonders groß. Sind die Voraussetzungen erfüllt, ist der Sachbezug steuer- und sozialversicherungsfrei, zählt also nicht zum Verdienst und wird nicht auf die Minijob-Grenze angerechnet. Details erklärt unser Ratgeber zum Sachbezug im Minijob.

50-Euro-Sachbezug in der Lohnabrechnung

In der Lohnabrechnung erscheint der Sachbezug als steuer- und sozialversicherungsfreier Bezug. Er erhöht weder das steuerpflichtige Bruttogehalt noch die Beitragsbemessung.

Für Unternehmen ist eine saubere Dokumentation wichtig, damit bei einer Lohnsteuer-Außenprüfung nachvollziehbar ist, wann welcher Mitarbeiter welchen Betrag erhalten hat.

Ein Rechenbeispiel und Hinweise zur Buchung finden Sie im Beitrag Sachbezug und Lohnabrechnung.

Was zählt zur 50-Euro-Grenze und was nicht?

Die amtlichen Sachbezugswerte für Verpflegung und Unterkunft werden jährlich in der Sozialversicherungsentgeltverordnung festgelegt. Sie haben mit dem 50-Euro-Sachbezug nichts zu tun und fallen nicht unter die Freigrenze.

Zählt das zur 50-Euro-Grenze?

Gutschein, Sachbezugskarte oder Tankkarte
Ja. Zusammen höchstens 50 Euro im Monat.
Sachgeschenk ohne persönlichen Anlass, auch zu Weihnachten
Ja. Es fließt in die Summe des Monats ein.
Geschenk zum Geburtstag, zur Hochzeit oder zur Geburt eines Kindes
Nein. Für Aufmerksamkeiten gilt eine eigene Grenze von 60 Euro je Anlass.
Weihnachtsfeier und andere Betriebsveranstaltungen
Nein. Eigener Freibetrag von 110 Euro je Teilnehmer, höchstens zweimal im Jahr.
Jobticket und ÖPNV-Zuschuss
Nein. Dafür gibt es eine eigene Steuerbefreiung.
Arbeitstäglicher Essenszuschuss
Nein. Er wird mit dem amtlichen Sachbezugswert angesetzt.
Private Nutzung des Dienstwagens
Nein. Dafür gelten eigene Bewertungsregeln.
Was nicht zur Grenze zählt, lässt sich kombinieren. Jede dieser Regeln hat eigene Voraussetzungen.

Wie sich der arbeitstägliche Essenszuschuss neben dem 50-Euro-Sachbezug einsetzen lässt, erklärt unser eigener Ratgeber.

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Häufige Fragen zum 50-Euro-Sachbezug

Sachbezug 50 Euro: brutto oder netto?

Netto. Die Mitarbeitenden erhalten den vollen Wert von 50 Euro, ohne Abzug von Lohnsteuer und Sozialabgaben.

Was kostet der 50-Euro-Sachbezug den Arbeitgeber?

Neben dem geladenen Betrag zahlt das Unternehmen je nach Anbieter Kosten für die Einrichtung, monatliche Grundgebühren sowie Auflade- oder Transaktionsgebühren. Wie hoch diese ausfallen, hängt vom Kartenmodell und der Zahl der Mitarbeitenden ab.

Zählt der Sachbezug zum Mindestlohn?

Nein. Der Mindestlohn ist in Geld zu zahlen. Ein steuerfreier Sachbezug kommt immer zusätzlich hinzu und darf nicht mit dem Lohnanspruch verrechnet werden.

Wie schnell lässt sich eine Mitarbeiterkarte einführen?

Von der Entscheidung für einen Anbieter bis zur ersten Ladung vergehen in der Regel drei bis vier Wochen.

Dazu gehören Vertragsabschluss, Anlage der Daten im Portal, Kartenproduktion und Aktivierung. Zeitkritisch ist meist die interne Abstimmung, etwa mit Betriebsrat und Lohnbuchhaltung.

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Martin Wendl (mitarbeiterkarten24.de)

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